Kinderbetreuung

08.09.2019

Wie bereiten Sie Ihr Kind auf die Anwesenheit einer Nanny vor?

Die ersten Momente der Nanny mit dem Kind sind sicherlich eine Stresssituation für jede Mutter. Wir sind uns nie ganz sicher, ob unser Baby diese Person mögen wird, daher ist die Frage, wie man das Kind auf die Anwesenheit einer Nanny vorbereitet, absolut berechtigt. In unserem Text beschäftigen wir uns mit Kindern im Alter von etwa einem Jahr, d.h. wenn die Mütter nach dem Mutterschaftsurlaub sehr oft wieder zur Arbeit zurückkehren.

1. Nichts überstürzen

Sehr oft entscheiden sich die Eltern für eine Nanny, wenn die Mutter nach dem Mutterschaftsurlaub wieder zur Arbeit gehen will. Das kann für das Kind doppelten Stress bedeuten - Trennung von der Mutter und Anwesenheit einer völlig neuen, fremden Frau. Es ist auch ein schwieriger Moment für die Mutter, die ihr Kind selbst nur ungern einer anderen Person überlassen möchte. Die Herangehensweise der Mutter, die stark emotional mit dem Kind verbunden ist, ist sehr wichtig für die erfolgreiche Beschäftigung der Nanny. Eine gereizte und ängstliche Mutter sendet auch solche Signale an ihr Kind, und es versteht sehr wohl, dass etwas Neues und Ungewisses passiert. Die Grundsache ist daher, die eigenen Emotionen zu beruhigen und zu verstehen, um nicht von Anfang an eine nervöse Atmosphäre zu schaffen. Lange Verabschiedungszeremonien von dem Kind helfen nicht, ebenso wenig wie die ständige Kontrolle der Nanny. Die Mutter muss genauso wie das Kind für eine Nanny bereit sein. Dessen müssen Sie sich bewusstwerden, bevor Sie weitere Entscheidungen zur Wahl einer Nanny treffen.

2. Die Eingewöhnungszeit 

Um das Kind langsam auf die Anwesenheit der Nanny vorzubereiten, ist es ratsam, kurze Eingewöhnungsbesuche unter Beteiligung der Eltern zu organisieren. Dadurch lernt das Kind eine neue Person in seinem Leben unter angenehmen Bedingungen kennen. So kann die Nanny zunächst für einige Stunden zu Besuch kommen, um das Kind kennen zu lernen, mit ihm zu spielen und das Zuhause sowie die darin geltenden Regeln zu entdecken. Sie können dann für z.B. eine Stunde ausgehen, natürlich ohne eine überschwängliche Verabschiedung von Ihrem Kind. Aber auch für Sie ist diese kurze Eingewöhnungszeit von Vorteil, um ebenfalls die Nanny besser kennenzulernen: Sie können herausfinden, wie gut die Nanny und Ihr Kind harmonieren, ob die Nanny zu Ihrer Familie passt und in Ruhe weitere Details mit ihr besprechen. Denken Sie daran, dass die Nanny für die Eingewöhnungszeit belohnt werden sollte. Die Dauer der Eingewöhnungszeit sollte an die Präferenzen Ihres Kindes angepasst werden - planen Sie zuerst kurze Besuche, dann immer längere, um die Zeit der Trennung stufenweise zu verlängern. Ein zu schneller Abschluss der Eingewöhnungszeit kann das Vertrauen zwischen dem Baby und der Nanny untergraben, was in Zukunft problematisch sein kann und sich in langen Schreien äußert. Außerdem, obwohl es vielleicht offensichtlich erscheint, ist es erwähnenswert, dass Sie für die Nanny, die Sie gewählt haben, Verständnis haben müssen. Nur dann besteht eine größere Chance, dass das Kind sie akzeptiert.

3. Regeln und Routine 

Für den Komfort der Nanny und Ihres Kindes lohnt es sich, den bisherigen Lebensrhythmus - Aufstehen, Schlafen, Essen (die Zeit sowie die Art der Mahlzeiten je nach Entwicklungsphase des Kindes) oder die Art der Spiele, die das Kind mag, beizubehalten. Natürlich sollte die Nanny z. B. neue Spiele frei wählen können, aber zunächst ist es besser, nicht zu viel aus der Routine des Kindes zu ändern. Vieles hängt von den Fähigkeiten der Nanny und ihrem Ansatz ab, obwohl dies nicht die Regel ist. Die Reaktion des Kindes ist schwer vorzusehen, daher ist es besser, mit der Eingewöhnungszeit nicht bis zum letzten Moment zu warten, da es schwierig sein kann, eine andere Nanny zu finden. In die Tagesroutine müssen Sie auch die Verabschiedung einbeziehen. In diesem Fall ist es für das Kind sehr wichtig zu wissen, dass Sie ausgehen (z. B. zur Arbeit), aber auch wann Sie zurückkehren (z. B. nach dem Mittagessen oder Mittagsschlaf). Es ist auch von Bedeutung, dann tatsächlich zu dem versprochenen Zeitpunkt nach Hause zurückzukehren sowie Zeit für die Begrüßung und gemeinsame Spiele einzuplanen. Dadurch gewinnt das Kind noch mehr Vertrauen in Sie, die Nanny und die neue Situation, in der es sich befindet. Das hilft auch dabei, mit der so genannten Trennungsangst vertraut zu werden, die Kinder ab etwa einem Jahr entwickeln. Denken Sie jedoch daran, dass das Wissen, wie man das Kind auf die Anwesenheit einer Nanny vorbereitet und eine zuverlässige Nanny findet, nur die Hälfte des Erfolgs ausmacht. Zuerst sollten Sie sich einmal auf große Veränderungen im Leben Ihrer Familie vorbereiten. Ihre Angst ist hier ganz natürlich, aber es lohnt sich, sie zu überwinden, um in Ruhe wieder zur Arbeit zurückkehren zu können oder einfach nach den anstrengenden ersten Monaten der Mutterschaft etwas Zeit für sich selbst zu finden.


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